Wollte SchülerVZ Datenklau durch Schweigegeld-Zahlung vertuschen?

Die Meldungen bezüglich des erst kürzlich geschehenen Datenklaus bei SchülerVZ klingen nicht ab. Nun tauchten angebliche Chat-Protokolle auf, in denen SchülerVZ dem Hacker diverse Zahlungen anbot, sollte er still Schweigen bewahren. Der Hacker, von dem hier die Rede ist nahm sich erst kürzlich während der U-Haft das Leben.

schülervz

Das Social Network SchülerVZ steht derzeit wahrlich unter keinem  guten Stern. Erst lässt es sich um viele tausend Datensätze seiner Anwender erleichtern, sich angeblich erpressen und soll dem Hacker nun zu allem Überfluss auch noch ein Schweigegeld angeboten haben.

Gründe, dies zu Glauben sind vor allem die aufgetauchten Chat-Protokolle eines stundenlangen Gesprächs zwischen SchülerVZ und dem mittlerweile gestorbenen Hacker. Der Spiegel veröffentlichte hier auszugsweise einige Textstellen, die durchaus Fragen zulassen.

VZ´s Technikchef schrieb hier unter dem Nickname „Exit“ beispielsweise Dinge wie:“Du – und andere können bei uns rumhacken, wie sie wollen. Ich bezahl euch sogar gerne dafür.“ Einzige Vorraussetzung hierfür wäre jedoch: „Wenn ich jemanden dafür bezahle, möchte ich, dass das nicht publik wird.“ Ferner schrieb er, dass es SchülerVZ ruhig etwas kosten könne, sofern man es schaffe, die Datensätze aufzuspüren und zu löschen.

Im Dialog zwischen dem 20-Jährigen Hacker und dem Technikchef wurde das Thema Geld mehrmals angesprochen, wodurch man sich weiter die Frage stellen könnte, ob SchülerVZ wirklich von diesem Hacker erpresst, oder das Geld gegenteilig von SchülerVZ selbst angeboten wurde, um den Datenklau zu verheimlichen.

VZnet bestreitet unterdessen jeglichen Vorwurf dieser Art, möchte jedoch zu Einzelheiten keine Stellung nehmen. Geschäftsführer Markus Berger-de Léon ging auf detaillierte Fragen folglich nicht ein, erklärte sich jedoch noch immer „tief geschockt“ über den Vorfall. Für alles, das nach der Festnahme des jungen Mannes geschehen sei, tragen jedoch die zuständigen Behörden, sowie der Strafverteidiger die Verantwortung.

Dieses Kapitel wird wohl noch einige Zeit nicht geschlossen und die Ermittlungen vorerst nicht beendet werden. Bis alle Fakten ausreichend geklärt sind, dürfte noch eine ganze Weile vergehen.

Wir berichteten bereits:
Tatverdächtiger des Datendiebstahls bei SchülerVZ begeht Suizid!
SchülerVZ zieht Konsequenzen nach illegalem Datenklau!

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