Raubkopien: Jede vierte Software in Deutschland

Die Branchenorganisation Business Software Alliance hat eine Studie durchgeführt, wie viele Raubkopien im Umlauf sind. Dabei liegt der geschätzte Wert der Raubkopien rund 1,55 Milliarden Euro. Das ist im Vergleich zum Vorjahr stieg somit der Wert nochmals um 154 Millionen Euro an. Die Studie hat festgestellt, dass die weltweite Quote von Raubkopien bei 41 Prozent liegt. Dabei nahm der Umsatz von Softwarelizenzen um 10 Prozent ab. Dies wäre ein Umsatzverlust von insgesamt 40 Milliarden Euro.

Doch gehört Deutschland, im weltweiten Vergleich, zu den Ländern, mit der geringsten Softwarepiraterie. Dabei belegten Großbritannien und Deutschland den zwölften Platz in der Liste der Länder mit der geringsten Piraterie von Software. Die höchste Quote an Raubkopien hat Lateinamerika mit 65 Prozent. Dicht gefolgt von Asien mit 61 Prozent. Das Unternehmen hat auch die EU betrachtet. So kursieren anteilig die meisten Raubkopien in:

  • Griechenland mit 57 Prozent
  • Zypern mit 50 Prozent
  • Italien mit 48 Prozent.

Die USA und Japan haben niedrigste Quote an Raubkopien. Sie beträgt jeweils rund 20 Prozent.

Bei dieser Studie wurde auch analysiert wo die Raubkopien eingesetzt werden. Dies sind nicht die privaten Anwender, die sich von Freunden die Programme kopieren oder aus Tauschbörsen downloaden. Der größte Anteil von Raubkopien wird bei kleinen Unternehmen eingesetzt. Dort werden zum Beispiel 25  Lizenzen erworben, doch werden die Programme an 50 Arbeitsplätzen installiert.

Wie sich die Anzahl der Raubkopien im Jahre 2009 durch die Weltwirtschaftskrise auswirken wird ist noch nicht abzusehen.

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