Künftig Internetsperre für irische Filesharern

Der irische Internetprovider Eircom lag lange Zeit mit den vier großen Musiklabels, also EMI, Universal, Warner Music und Sony BMG, im Rechtstreit. Der Technology-Blog „yourtechstuff.com“ berichtete, dass sich nun sich der irische Internetprovider bereit erklärt hat, gegen das illegale Filesharing vorzugehen. Sobald der Provider von der Musikindustrie über illegale Filesharing-Aktivitäten informiert wurde, setzt man in Zukunft gegenüber seinen Nutzern eine sogenannte Three Strikes Policy ein.

Beim ersten Verstoß teilt der Provider dem Besitzer der betroffenen IP-Adresse mit, dass er eine Urheberrechtsverletzung begangen hat. Im Wiederholungsfall droht der Provider dem Nutzer zunächst mit einer Sperrung seines Anschlusses. Kommt es einer weiteren Zuwiderhandlung über die IP-Adresse wird der Anschluss endgültig abgeschaltet.

Eircom spricht hinsichtlich des Prozessausgangs von einem Erfolg. Ein Eircom-Sprecher sagte, dass die Musikkonzerne den Provider dazu zwingen wollten, Filter in das Netzwerksystem zu integrieren. Mit diesem Filter kann ein illegalen Datenaustausch verhindert werden. Somit wäre es die Aufgabe der Provider die illegalen Filesharer aufzuspüren. Stattdessen müssen die Musiklabels selber herausfinden, wer das Netzwerk für illegales Filesharing nutzt.

Der internationale Verband der Musikindustrie (IFPI) teilte mit, dass die Plattenfirmen in Absprache mit dem Internetprodvider „Eircom“ alle notwendigen Schritte unternehmen werden, um mit allen anderen irischen Internet-Service-Providern ähnliche Vereinbarungen zu treffen. Es ist davon auszugehen das noch mit weiteren Gerichtsverfahren gerechnet werden muss.

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