Kommt es oder kommt es nicht? Schnelleres WLAN auf 450 Mbit/s

Anscheinend nur ein Frühstart wie die Ankündigungen zur CES am Jahresanfang auf der CeBit erwiesen. Sowohl Trendnet als auch D-Link haben ihre WLAN-Router der nächsten Generation noch nicht fertig entwickelt. Den Sprung auf 450 MBit/s brutto sollen Router und Clients mit drei räumlichen Datenströmen (Spatial Streams) schaffen. Jetzige 300-MBit/s-Basisstationen arbeiten mit zweien.

Vier Streams und 600 MBit/s markieren das Ende der Fahnenstange bei 802.11n. Höhere Geschwindigkeiten definiert der Standard nicht, weil der Multiplexgewinn pro zusätzlichem Stream prozentual immer kleiner wird, aber der Hardware-Aufwand wegen der nötigen Sender/Empfänger-Züge linear steigt. Außerdem steigt der Rechenaufwand in der dritten Potenz der Stream-Anzahl, die Hersteller müssten überproportional performante und damit Strom fressende DSP-Kerne in die WLAN-Chips integrieren.

Es würde Probleme mit dem im TEW-773 verbauten Marvell-Chipsatz geben, wurde durch den Zak Wood, Trendnets Marketing Director bekannt. Prinzipiell funkt der Router schon mit maximal 450 MBit/s brutto und erreicht im Labor einen Nettodurchsatz von 180 bis 190 MBit/s, aber das wäre noch nicht so stabil, dass man eine Vorserie auflegen könne. Der Nettodurchsatz soll außerdem noch auf über 200 MBit/s angehoben werden. Trendnet hofft, im Herbst, spätestens aber zur nächsten CES im Januar lauffähige Prototypen demonstrieren zu können. Auch von Lancom Systems und Netgear hieß es, dass die nächstschnellere WLAN-Generation frühestens zum Jahresende als Muster verfügbar werde. Eile wäre aber ihrer Aussage her nicht geboten, denn laut deren Erkenntnissen fragen ihre WLAN-Nutzer eher nach höherer Reichweite als höherem Durchsatz.

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