Gibt es künftig ein Verbot von „Killerspielen“?

Während die deutsche Politik in Zeiten der Weltwirtschaftskrise Milliarden von Steuergeldern in ohnehin schon marode Branchen pumpt um möglichst wenig Großunternehmen zu verlieren, soll ein Wirtschaftszweig, nämlich die Spieleindustrie, eine Tür zumindest in Deutschland ganz zu machen.

Die Rede ist hier von den bereits seid Jahren umstrittenen „Killerspielen“, die seid dem Amoklauf in Winnenden plötzlich wieder in den Fokus einiger Parteien geraten ist. Allen voran: die CDU!

Die Christlich Demokratische Union mit Wolfgang Schäuble als Vertreter der 16 Innenminister fordert nun ganz klar ein gänzliches Verbot dieser Spiele. Was genau hier jedoch mit der Bezeichnung „Killerspiele“ gemeint ist, erklärt die Union folgendermaßen: Killerspiele seien Spiele, bei denen ein wesentlicher Bestandteil der Spielhandlung die virtuelle Ausübung von wirklichkeitsnah dargestellten Tötungshandlungen oder anderen grausamen oder sonst unmenschlichen Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen sei.

Nach Meinung Schäubles und seiner Partei sollen mit dem Verbot dieser Spiele Amokläufe verhindert werden. Andere, weit plausiblere Gründe, wie beispielsweise das immer noch sehr lockere Waffengesetz oder das allgegenwärtige Mobben in Schulen jeder Art ist für die Christdemokraten hingegen kein Thema.

Innenminister Uwe Schünemann, ebenfalls Mitglied der CDU äusserte sich gegenüber der „Welt Online“ nicht weniger Vorurteilsbehaftet. „Durch Killerspiele sinkt die Hemmschwelle zur Gewalt.“ Klarer Fall also: Die Killerspiele müssen weg!

Fundierte Hinweise darüber, das diese These auch der Realität entspricht, gibt es allerdings nicht. Auf wissenschaftlicher Seite haben diese Forderungen somit keinen Rückhalt und auch die doch sehr grosse Gamercommunity spricht eine klare Sprache gegen das geplante Verbot.

Es sei eine klare Wahlkampfstrategie, durch welche die CDU versucht, gerade die Stimmen der ältere Generation für sich zu Gewinnen. Denn ob das Verbot, gerade in Hinsicht der konstant gewinneinbringenden Spieleindustrie und der haltlosen Thesen tatsächlich durchgesetzt werden kann steht bislang noch in den Sternen.

Bild: www.wolfgang-schaeuble.de

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