GEZ: Geplante Gebührerhebung für Internetnutzung scharf in der Kritik

Zahlreiche Informationen deuten darauf hin, dass die GEZ ab 2013 monatlich rund 18,00 € für Computer, sowie Mobiltelefone mit Internetzugang erheben will. Nun melden sich verschiedene Menschen aus diversen Wirtschaftsbereichen zu Wort und lehnen eine weitere Ausweitung der GEZ-Gebühren ab.

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Bereits in zwei Jahren soll es soweit sein. Für die sogenannten „neuartigen Rundfunkgeräte“, über welche der Zugang zum Internet möglich ist, soll eine zusätzliche, nicht unerhebliche Gebühr erhoben werden.

Die Beiträge für den Rechner, aber auch für Internetfähige Smartphones würden von momentan 5,76€, auf 17,98€ steigen, sollten die Pläne der GEZ offiziell abgesegnet werden. Darüber, ob diese Mehrgebühr gerechtfertigt ist oder nicht, sollen Berichten zufolge gerade die Ministerpräsidenten der Länder beraten. Die klare Entscheidung hierzu soll bereits 2010 getroffen werden.

Die Stimmen zu den Plänen der GEZ werden allerdings auch jetzt schon laut. So meldete sich beispielsweise der Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft zu Wort und verurteilte die Gebührenausweitung scharf. „Computer und Mobiltelefone sind unverzichtbare Arbeitsmittel. Sie dienen nicht der Unterhaltung der Mitarbeiter durch Fernsehen und Rundfunk.“ Diese Geräte wären also von größter Wichtigkeit für das berufliche Geschehen und sein in der Arbeitswelt ausschließlich zur Kommunikation und Information gedacht. Weiterhin erklärte er, dass die Unternehmen durch die Anhebung der Gebühren mit einer Verdreifachung der GEZ Ausgaben zurecht kommen müssten und dies folglich nicht nur ungerecht sei, sondern auch unbegründet.

Auch der Verband Privater Rundfunk und Telemedien schließt sich dieser Meinung an und schlägt stattdessen eine alleinige Gebührerhebung vor, die dafür aber auch sämtliche Belange abdeckt.

BDVW-Präsident Arndt Groth findet ebenfalls sehr klare Worte und sieht in der geplanten Gebührerhöhung einen „Hemmschuh für die weitere Entwicklung des Internets in Deutschland“.

Wie bereits erwähnt, fällt eine entgültige Entscheidung im kommenden Jahr 2010. Bis dahin ist für den Internetnutzer Gedult gefragt.

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