Das flexible Display Wunder: Erster Prototyp ist da!

Nach 4 mühevollen Jahren, in denen entwickelt, getestet und verzweifelt wurde hat nun endlich etwas handfestes erzeugt. Forscher aus den USA haben einen neue Biege-Bildschirm erfunden, der einiges aushält, brilliant scharfe Bilder liefert und vor allem günstig zu haben sein wird!

Der Computerkonzern HP hat kürzlich den Prototypen eines solchen Bildschirms vorgestellt.  das „Flexible Electronic Display“ soll laut den Entwicklern weder aus Glas noch Metall bestehen, sondern ist beinahe gänzlich aus Kunststoff und ist in der Lage sich wie ein Blatt Papier zusammen rollen lassen. Zudem verbraucht es, so HP, erheblich weniger Strom als herkömmliche Bildschirme. Das beeindruckende Display könnte innerhalb der nächsten 3 Jahre bei uns die Verkaufsregale wandern.

Realisierbar gemacht werden soll die Science-Fiction-Technik durch ein innovatives Produktionsverfahren, dass Forscher der Arizona State University gemeinsam mit HP konzipiert und entwickelt haben. Den Kern bilde dabei eine Kunststoff-Folie auf welche die Schaltkreise quasi aufgedruckt werden. Da sich die Bauelemente bei diesem speziellen Verfahren selbsttätig korrekt ausrichten wird es von HP als „Self-Aligned Imprint Lithography“, kurz SAIL, bezeichnet.

Ein weiteres Plus dieser Technik:

Alles in Einem werden ca. 90 Prozent weniger Rohstoffe als bei Standard-Displays für die Herstellung benötigt, so HP. Dieser Fakt soll künftig auch zu ganz besonders günstigen Preisen führen. Notebooks, Handys und andere elektronische Geräte, die einen Bildschirm benötigen sollen durch die neuen Displays also ein ganzes Stück billiger werden.

Einige neue Funktionen gibts obendrauf und sind weitaus sparsamer im Verbrauch. Das soll funktionieren, indem HP die Vizplex-Technik, eine Art elektronische Tinte, von E-Ink in die Folienbildschirme einbaut. So sollen die neuen Kunststoffdisplays ganz ähnlich laufen wie die bekannten E-Books. Ein Bild, das einmal auf dem einstigen Flimmerkasten angezeigt wird, bleibt dort auch dann weiterhin bestehen, wenn die Stromzufuhr weshalb auch immer abgeschaltet wird. Zwar funktioniert das nur bei Standbildern, ist jedoch durchaus eine gute Möglichkeit, die Akkulaufzeit zu erhöhen und auf diese Weise für mehr Effizienz des mobilen Geräts zu sorgen.

Vinita Jakhanwal, ein Analyst vom Marktforschungsunternehmen iSuppli sagte erst kürzlich, dass HP seiner Meinung nach mit den flexiblen Kunststoff-Displays einen goldenen Pfeil im Köcher habe. Nach seinen Berechnungen wird die weltweite Nachfrage nach Biege-Bildschirmen in den kommenden Jahren rapide zunehmen. Wurden 2007 noch 80 Millionen Dollar mit elastischen Displays umgesetzt, sollen es laut Jakhanwal bis 2013 schon 2,8 Milliarden Dollar sein.

Bis dieses Technikwunder allerdings auf den Markt und somit auch auf unsere Schreibtische kommt, vergeht wohl noch die ein oder andere Jahreszeit. Bis dahin dürfen wir der neuen Erfindung jedoch begeistert entgegen fiebern und und auf das kommende freuen!

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