China: Bürgerpflicht für Filtersoftware Green Dam zurück genommen!

China geriet vor allem in Hinblick auf die kürzlichen Bürgeraufstände immer wieder in die Schlagzeilen. Diverse Webseiten wurden zensiert, blockiert und auf diese Art den Bürgern vorenthalten. Die Installationspflicht der Filtersoftware Green Dam wurde nun jedoch kurz nach seiner Einführung wieder aufgehoben.

So ließ sich die Regierung Chinas eine weitaus einfachere und unkompliziertere Lösung einfallen, sein Volk für solchen Einflüssen zu „schützen“ und warf eine Software namens „Green Dam“ auf den Markt, welche ähnlich einer Kindersicherung für das Internet funktioniert.

China machte Green Dam kurzerhand zur Pflichtsoftware eines jeden Computers und erntete- wer hätte es gedacht- erneut harsche Kritik der vor allem westlich geprägten Welt..

Ist die Filtersoftware Green Dam auf dem Rechner installiert, schützt sie vor Pornografie und gewalttätigen Inhalten im Internet. Doch auch politische Seiten werden munter geblockt und verzerren so das Bild der weltweiten Berichterstattung enorm für die chinesischen Anwender.

Als wäre das ohnehin nicht schon genug, wurden sehr kritisch einzustufende Sicherheitslücken entdeckt, über die Schadcode eindringen und Angreifer die vollständige Kontrolle über den PC übernehmen können. Zwar erklärte ein Ministeriumssprecher zwischenzeitlich die Schließung dieser heiklen Sicherheitslücken, doch reiche dies bei Weitem nicht aus den Bürger zur Installation dieser Software zu zwingen.

Auch US-Softwarehersteller „Solid Oak“ reagierte empört über das neue Zensurwerkzeug Chinas. Der hierbei verwendete Code soll größtenteils aus Ihrem Jugendschutzprogramm „CyberSitter“ kopiert worden sein, wodurch-, sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, es sich bei China´s Green Dam um nichts anderes handle als um ein modifiziertes Plagiat.

So kippte laut der Tageszeitung „China Daily“ nun die Pflicht zur Installation und wurde stattdessen zu einer „schwer ans Herz gelegten Empfehlung“ an seine Bürger. Sämtliche Computer werden zwar mit der kontroversen Software ausgeliefert, zum anschließenden Gebrauch wird das Volk allerdings nicht mehr gezwungen.

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