CDU bewirkt Absage für Karlsruher Gamingwettbewerb!

Erst vor Kurzem darüber diskutiert – Nun ist es Fakt! Der geplante Gamingevent in Karlsruhe wird nicht stattfinden. Grund ist die örtliche CDU, deren öffenttliche Beschwerde nun über das Spektakel entschied. „Killerspiele“, so die Partei, würden Jugentliche dazu verleiten Amok zu laufen und gehören deshalb nicht in eine Stadt wie Karlsruhe.

Sämtliche Jugendschutzmaßnahmen wurden von den Veranstaltern befolgt und dem Event stand bis vor Kurzem auch absolut nichts im Wege. Oberbürgermeister Heinz Fenrich, seines Zeichens selbst Teil der örtlichen CDU, hatte ihn schließlich bereits offiziell genehmigt und sah sich zu dieser Zeit noch ausnahmslos unterstützt.

Doch beginnt nun wieder die Zeit des Wahlkampfs, bei der scheinbar jede Stimme wacker erkämpft werden muss. So sieht sich die Partei wohl im Zugzwang und schürt eine öffentliche Kampagne gegen Shooter-Games aller Art. „Gewalltverherrlichende Killerspiele“ wären es, bei denen mit „absoluter willkür auf Menschen geschossen“ wird und Jugentliche so zum selbigen in der realen Welt inspiriert würden.

Nun, die Veranstalter sehen das verständlicherweise etwas anders und entwickelten die Theorie eines Generationsproblems. Die Damen und Herren der Christlich Demokratischen Union gehören vornehmlich einer älteren Generation an. Diese sind folglich nicht mit Computer- und Videogames aufgewachsen, weshalb es ihnen schlicht weg an Medienkompetenz mangle.

So weit so gut, die Gemüter sind erhitzt und die Veranstalter ziehen den Kürzeren. Ob und weshalb sie allerdings nun wirklich auf einen anderen Ort ausweichen müssen ist fraglich, schließlich gab die Partei angeblich noch vor einigen Wochen ihren uneingeschränkten Segen, so dass der Event mit seinen ca. 1500 geplanten Teilnehmern ohne den plötzlichen Sinneswechsel der CDU problemlos hätte stattfinden können.

Wir berichteten bereits am 20. Mai 2009: CDU fordert Absage eines Gamingevents

Bild: Siegfried Fries/Pixelio

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.