Bußgeld der verurteilten Kazaa-Nutzerin deutlich reduziert!

Die bereits verurteiteilte Kazaa-Nutzerin verbucht nach langem hin und her nun endlich einmal einen Erfolg! Nachdem sie ursprünglich 1,92 Millionen Dollar Geldstrafe für 24 illegal downgeloadete Musikstücke bezahlen wollte, entschied ein US-Bezirksgericht neu und reduzierte die Geldbuße auf nur noch 54.000 Dollar.

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Für Jammie Thomas-Rasset hat sich das Kämpfen deutlich gelohnt. Wurde sie erst kürzlich zur Zahlung einer horenden Summe von 1,92 Millionen Dollar aufgrund des Downloads und der Weiterverbreitung von 24 urheberrechtlich geschützten Songs verurteilt, sieht die Rechtssprechung in einem weiteren Gerichtsverfahren nur noch eine Geldbuße von 54.000 Dollar vor.

Diese Summe entspricht somit 2250 Dollar pro Lied. Natürlich, auch diese Summe ist nach wie vor sehr hoch, ein Vergleich zum Ersturteil im Juni 2009, bei welchem Thomas-Rasset satte 1,92 Millionen Dollar hätte zahlen müssen,  ist dies jedoch nicht.

Die Recordung Industry Association of America, kurz „RIAA“, hatte damals Klage gegen die Kazaa-Nutzerin erhoben und von den Geschworenen Recht bekommen. Das harte Urteil solle Abschrecken und weitere Nutzer dazu bewegen, urheberrechtliche Musikstücke nicht weiter zu verbreiten.

Thomas-Rasset stritt jedoch von Anfang an ab, jemals Kazaa genutzt zu haben und verwies auf die Tatsache, dass auch andere problemlosen Zugang zu Ihrem Computer hatten.

Micheal Davis, der als oberster Richter am US-Bezirksgericht Minnesota tätig ist begründet die Neuentscheidung folgendermaßen: “ Die Notwendigkeit zur Abschreckung rechtfertigt keinen Schuldspruch über 2 Millionen Dollar für den Diebstahl und das illegale Verbreiten von 24 Songs.“ In Folge dieser Ansicht minimierte er die Bußgeldforderung der ehemaligen Geschworenen-Jury erheblich und kam damit der Angeklagten deutlich näher.

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