31. August 2011

Facebook: „Gefällt mir Button“ Verbot

Filed under: Internet und Google von Michael um 14:19
 

Kürzlich habe ich etwas gestaunt, als in den Fernseh-Nachrichten berichtet wurde, dass die Verwendung des „Gefällt mir“ Buttons auf Webseiten (vorerst nur) von Personen oder Firmen welche in Schleswig-Holstein ansässig sind, in Zukunft untersagt ist.

Weniger hat mich die Erkenntnis erstaunt, dass bei der Betätigung des Buttons auf den entsprechenden Webseiten ein Cookie installiert wird, welcher in Folge dessen Nutzerbezogene Daten in die USA verschickt, als dass es den vorläufigen Alleingang eines Bundeslandes gibt, um aus Datenschutz-Rechtlichen Gründen dagegen vorzugehen.

facebook logo

facebook logo


Natürlich ist es nicht wirklich neu, dass auch Facebook eine gigantische Datenkrake ist (zumindestens nicht für viele), und natürlich ist es ein Unding, dass offenbar sogar Nutzerprofile über diejenigen angelegt werden, welche nicht einmal ein eigenes Facebook-Konto besitzen.

Das dagegen vorgegangen wird, finde ich persönlich grundsätzlich auch löblich, denn dem Schutz Personenbezogener Daten sollte in erhöhtem Maß Sorge getragen werden. Allerdings frage ich mich, ob der Alleingang von SH nicht auch Schattenseiten birgt, und ein wenig nach blindem Aktionismus aussieht.

Wenn die Verwendung dieser „Gefällt mir“ Buttons, oder anderer Social Plugins für Webseiten schon untersagt wird, dann sollte dies zumindestens Bundesweit gelten, denn es gibt durchaus Firmen, welche einen nicht unerheblichen Umsatz durch die Werbung auf / über Social Networks generieren.
Hier wird durch das Verbot natürlich eingegriffen dahingehend, dass Unternehmen in Schleswig-Holstein z.B. gegenüber Unternehmen mit Sitz in einem anderen Bundesland eine gewisse Benachteiligung erfahren.
Andererseits gilt natürlich der alte Spruch: Einer muss immer den Anfang machen.

Übrigens haben die Schleswig-Holsteiner Unternehmen / Personen bis Ende September 2011 Zeit, diese Buttons zu entfernen. Bis dahin sind noch keine Sanktionen zu befürchten. Für die Zeit danach wird schon einmal die Summe von 50.000 Euro als maximales Bussgeld für eine Zuwiderhandlung angemerkt. Hier greift übrigens das Telemediengesetz.

Interessant wird sein, ob andere Bundesländer in näherer Zukunft dem Beispiel Schleswig Holsteins folgen werden.

Genauere Informationen zum Thema erhaltet Ihr unter folgenden Links:

Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein
Pressemitteilung

Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein
Weitere Informationen zum Thema


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