20. Juni 2009

China geht noch weiter – Verwarnung an Google ausgesprochen!

Filed under: Internet und Google von Britta um 13:30
 

China´s Regulierungsbehörde untersagt die Google-Suche nach ausländischen Websites und verwarnte Google vergangenen Donnerstag aufgrund angeblicher „Verbreitung pornografischer Inhalte“. Bestimmte Suchbegriffe dürfen nach den neuen Zensurmaßnahmen ebenfalls nicht länger verwendet werden.

China zieht derzeit sämtliche Register! Mehr und mehr verschärfen sich die Zensurbestimmungen des Landes und stellt sich so immer zentraler in den internationalen Fokus.

Es hagelt zunehmend Kritik, doch China ignoriert sämtliche grenzüberschreitende Stimmen und führt ihre Zensurpläne unbeirrt fort. Das Volk protestiert unterdessen rege, findet jedoch kaum Gehör aus den oberen Reihen. Konnte es vor kurzem noch über soziale Netzwerke wie Twitter, Fickr und Facebook noch relativ locker mit der Aussenwelt kommunizieren, werden sie nun jedoch zunehmend isoliert.

Alles jedoch nur „zum Schutz des Volkes“.

Auch die von China eingesetzte Filtersoftware Green Dam erntete bereits harsche Kritik. Jeder Chinese, der über einen Internetzugang verfügt, sollte sich Green Dam installieren, wer sich weigert oder vergisst, verstoße gegen das Gesetz. Nachdem jedoch äusserst kritische Sicherheitslücken der Software an die Öffentlichkeit gelangten und Plagiatsvorwürfe eines amerikanischen Softwareunternehmens laut wurden, wurde das Verbot zwar gekippt, jedoch werden sämtliche PC-Vertreiber nach wie vor dazu gezwungen das Zensurprogramm bei jeden verkauften Computer entweder vorzuinstallieren, oder beizulegen.

Im Kampf gegen das von Natur aus liberale und internationale Internet, steht nun Google im Fokus der chinesischen Regulierungsbehörde. So forderte sie Google-China am Donnerstag auf, den Suchdienst nach internationalen Websites gänzlich einzustellen und Resultate bestimmter Suchbegriffe zu unterdrücken.

Das China Illegal Reporting Center, kurz CIIRC, verwarnte Google nun schriftlich und begründet dies mit dem Vorwurf, die Suchmaschine würde dem Volk Zugang zu pronografischen und vulgären Inhalten ermöglichen. Google verstoße somit gegen chinesische Bestimmungen und solle dies baldigst ändern.

Google selbst reagierte umgehend auf die Vorfürfe und äusserte sich bereits kurze Zeit später gegenüber dem Wall Street Journal. Internationale Inhalte und Websites wären nach wie vor für Jeden zugänglich und eine konkrete Aufforderung des Website-Boykotts läge Google noch nicht vor. Ferner bemühe sich Google bereits seid Langem, seine User vor Pornografie zu schützen.


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